Die Schulbibliothek in Zeiten des Internets
Die Schulbibliothek ist eine der zentralen Institutionen der DBSAA und stellt sich im folgenden, dem letztährigen Jahrbuch entnommenen Artikel vor.
In den letzten Jahrbüchern haben wir vor allem den systematischen Aufbau der Schulbibliothek, welche vor 5 Jahren noch kräftig in den Kinderschuhen steckte, dargestellt.
Nun können wir, nicht ohne Stolz, berichten, daß es gelungen ist, den Bücherfundus für alle Altersklassen um ein gutes und angemessenes Angebot aufzustocken. Wobei der Schwerpunkt nach wie vor bei den jungen Lesern liegt. Die „ Erwachsenenliteratur“ wurde durch einige gute zeitgenössische Autoren ergänzt, wird aber nach wie vor auch durch Bücherspenden der Schweizer – und Deutschen Botschaft ergänzt.
Im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur sind wir im ständigen Dialog mit den besten Jugendbuchverlagen und folgen bei den jährlichen Bestellungen den entsprechenden Empfehlungen, auch zu Jugendliteraturpreisen. Die Fachliteratur der Präsenzbibliothek wird durch Rücksprache mit den Fachlehrern ergänzt.
Doch in erster Linie sehen wir unsere Arbeit darin, die Lesemotivation der Schüler zu erhalten und zu fördern.
Statistiken der letzten Jahre sind beunruhigend und besagen, daß die Freude der Kinder am Lesen ständig abnimmt. Liegt es an den Eltern, die oft selbst kaum noch Bücher lesen ? Oder am Fernsehen und Internet, welches den Kindern vielfältige Informationen multimedial und mundgerecht präsentiert ?
Nicht erst ab Sek.I, sondern bereits in der Grundschule nimmt die Leselust oft schon ab, wenn durch das Elternhaus und die Schule nicht motiviert wird. So kann nicht oft genug betont werden, daß die Lektüre von Büchern einen sinnvollen Ausgleich zu Arbeit, Hektik und Streß in der Schule ermöglicht !
Die Beschäftigung mit einem Buch mobilisiert auf kreative Art neue Kräfte, fördert die Sprachentwicklung und regt die Phantasie an.
Im Zeitalter des Internets, welches hier durchaus nicht „ verteufelt“ werden sollte, ist es wichtig, Kindern und Heranwachsenden durch entsprechende Literaturangebote- und Hilfen, eine sinnvolle Alternativ- Freizeitgestaltung zu ermöglichen..
In guter Belletristik begegnet der Schüler fiktiven Erlebnissen von Kindern unter spielerischem Umgang mit der Realität. Gestalten aus der Phantasie finden über das Buch Eingang in die Welt der Kinder – Fiktion und Realität werden oft auf reizvolle Art miteinander verknüpft.
Z.B. durch unser sogen. Antolin-Programm, ein Internet gesteuertes Leseforum, welches von den Bibliothekarinnen erfolgreich ins Leben gerufen wurde, hat in den letzten 4 Jahren so manches Kind Zugang zu Büchern gefunden.
Aber es gilt auch, älteren Schülern immer wieder zu vermitteln, daß ein „Mausklick“ am PC und der Ausdruck eines vorgefertigten Textes, die gründliche und eigenständige Recherche in Fachbüchern nicht ersetzen kann und , vor allem in den höheren Klassen und während des Studiums, auch durchaus nicht anerkannt wird.
Literatur hilft den Kindern nicht, aus der Wirklichkeit zu entfliehen. Sie hilft, ihre Welt zu verstehen, zu hinterfragen und zu durchschauen….
Sylvia Maiwald - Christina Zlot
Bibliothek der DBSAA







